Blick auf das Rathausgebäude

Pflegestützpunkt Waldrach


Therese Grewenig, die in den vergangen 25 Jahren die Aufgaben der Beratungs- und Koordinierungsstelle des Pflegestützpunktes an der Sozialstation Waldrach wahrnahm, wird zum Jahresende aus dem aktiven Berufsleben ausscheiden. Sie stand vielen hilfebedürftigen Menschen und deren Angehörigen bei der Antragstellung und Organisation der Pflegesituation zur Seite. Außerdem war sie als Koordinatorin der AG Altenhilfe in der Verbandsgemeinde Ruwer tätig. Die AG Altenhilfe ist ein Netzwerk der Initiativen, Gruppen, Einrichtungen und Dienste, die im Bereich der Seniorenarbeit tätig sind.

Der Pflegestützpunkt Waldrach ist fester Bestandteil der Pflegestrukturplanung des Landkreises Trier-Saarburg. Die Kreisverwaltung hatte im Frühjahr dieses Jahres die Trägerschaft aller Beratungs- und Koordinierungsstellen im Landkreis ausgeschrieben. Der DRK-Kreisverband hatte sich nicht mehr um die Trägerschaft beworben. Als Grund hierfür nennt er, dass die gesetzliche Landesförderung zu niedrig sei und das DRK die erforderlichen Eigenmittel nicht aufbringen könne. Nach Auskunft des Landesamtes für Soziales, Jugend und Versorgung, das für die Auswahl des Trägers und Vergabe der Trägerschaft zuständig ist, ist zurzeit auch kein anderer Träger bereit, die Aufgabe zu den aktuellen Förderkonditionen zu übernehmen.

Aus Sicht der Verbandsgemeinde ist es nicht hinnehmbar, dass diese wichtige Beratung und Unterstützung für hilfebedürftige Menschen und deren Angehörige wie auch die Koordination der Akteure der Seniorenarbeit vakant bleibt.

Aus diesem Grunde hat Bürgermeisterin Stephanie Nickels dem Verbandsgemeinderat eine Resolution zur Abstimmung vorgelegt, die an die Verantwortlichen im Landkreis und im Land gerichtet ist und diese zu einer schnellen Problemlösung auffordert. Gerade in Zeiten der Pandemie ist dieses Unterstützungsangebot wichtiger denn je. Leider konnte die Resolution auf Grund des harten Lockdown nicht wie geplant verabschiedet werden. In Absprache mit den Fraktionen soll dies in der nächsten Sitzung nachgeholt werden. Des Weiteren die Bürgermeisterin den Landrat und die zuständige Ministerin kontaktiert. In Kürze findet ein gemeinsames Gespräch mit Landkreis, Landesamt und Ministerium statt.

Ungeachtet der Veränderung beim Pflegestützpunkt ist die ambulante Pflege durch die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der DRK-Sozialstation gesichert. Außerdem bietet die AOK-Gesundheitskasse eine Beratung am Pflegestützpunkt an. Die Ansprechpartnerin der AOK, Frau Christine Gorius, ist wie folgt zu erreichen: Telefon: 06500/917943 oder 06500/917944 oder per eMail: christiane.gorius@pflegestuetzpunkte-rlp.de.